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- Acht von zehn Österreichern träumen von den eigenen vier Wänden
- „Speckgürtel“ wird dicker: Österreicher zieht es ins Umland von Städten
- Emotionale Bindung an das Eigenheim wächst, Mobilitätsbereitschaft weiterhin gering
- Energiesparendes Bauen und Wohnen gewinnen an Stellenwert
- Bausparen ebnet den Weg zum Eigenheim
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Der Traum von den eigenen vier Wänden ist nach wie vor fest in den Köpfen der Österreicher verankert. Das ergab eine aktuelle Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Fessel-GfK im Auftrag der Raiffeisen Bausparkasse. So stellt das Eigentum (eigenes Haus und Eigentumswohnung) für 79 Prozent der Befragten die ideale Wohnform dar. Nach der sympathischeren Wohnform gefragt, sprechen sich 87 Prozent für Eigentum aus, nur 9 Prozent fallen auf die Rechtsform Miete.
Besonders stark ausgeprägt sind die Sympathiewerte für das Eigentum bei den Bewohnern der „Speckgürtel“ rund um die größeren Städte und in ländlichen Gemeinden: 93 Prozent der Befragten bevorzugen diese Wohnform, während die Miete nur bei 4 Prozent Zustimmung findet. Selbst in der Großstadt Wien ist das Eigentum mit 76 Prozent an Zustimmung der Miete weit voraus.
Zwei Drittel träumen vom Einfamilienhaus
Ganz oben auf der Wunschliste der Österreicher steht nach wie vor das Einfamilienhaus. Knapp zwei Drittel der Menschen (63 Prozent) würden am liebsten in dieser Wohnform leben. Von einer Eigentumswohnung träumen rund 16 Prozent. Die Mietwohnung ist hingegen für den Großteil der Befragten kein Traumdomizil: Nur vier Prozent gaben an, in einer Mietwohnung wohnen zu wollen. In der Beliebtheit weit abgeschlagen sind auch Genossenschaftswohnungen: Hier sprechen sich nur zwei Prozent der Befragten dafür aus.
Dr. Erich Rainbacher, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse: „Trotz unsicherer Konjunkturlage und Forderungen nach Mobilität im Arbeitsprozess lebt der Traum vom Wohneigentum. Immer mehr Österreicher setzen ihre Wohnwünsche auch in die Wirklichkeit um. Derzeit geben bereits 68 Prozent an, in den eigenen vier Wänden zu leben.“
Wohnwünsche ändern sich
In das Einfamilienhaus zieht es vor allem Familien mit Kindern (76 Prozent), während Pensionisten, stärker als im Bundesdurchschnitt, eine Eigentumswohnung als ihr Domizil bevorzugen (20 Prozent). Zu Mietwohnungen tendieren vor allem die jüngsten Altersgruppen und junge Paare ohne Kinder. Derzeit leben noch 27 Prozent dieser Gruppe in gemieteten Räumlichkeiten. Tatsächlich wollen aber nur zwei Prozent ihre Zukunft in dieser Wohnform verbringen. Die Mietwohnung ist für viele der erste Schritt in die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Die Studie zeigt allerdings ganz deutlich, dass die Mietwohnung nur als Übergangslösung gesehen wird. Denn 71 Prozent der jungen, kinderlosen Paare möchten am liebsten in ein eigenes Haus und 19 Prozent in eine Eigentumswohnung ziehen.
Der „Speckgürtel“ wächst weiter
Die Österreicher zieht es zunehmend in das Umland von Städten, wo das Pendeln zur Arbeit oder zur Schule zeitlich noch tragbar ist. 74 Prozent der Bewohner im Umland größerer Städte geben an, im eigenen Haus zu wohnen, diese Zahl liegt weit über dem österreichischen Durchschnitt (55 Prozent). Sehr wichtig ist dieser Bevölkerungsgruppe der eigene Garten: Mit einer Zustimmung von 78 Prozent liegt dieser Wert deutlich über dem Bundesdurchschnitt (69 Prozent). Zum Speckgürtelphänomen meint Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer des Fessel-GfK Marktforschungsinstituts und Vorsitzender des „Expertenforums Lebensstilforschung“, einer Wissenschaftsinitiative der Raiffeisen Bausparkasse zum Thema Wohnen: „Das ist nicht nur ein typisch österreichisches Verhaltensmuster. Diese Sehnsucht, das Beste aus beiden Welten zu vereinen, ist sehr alt und in allen Kulturen zu finden.“
Starke Bindung an den Heimatort
Trotz geänderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zeigen sich die Österreicher stark an ihren Heimatort gebunden, die Bereitschaft aus privaten und beruflichen Gründen den Wohnsitz zu verlegen, ist generell wenig ausgeprägt. So stimmen bundesweit lediglich 27 Prozent der Befragten der Aussage „Ich bin gerne bereit, aus beruflichen und privaten Gründen zu übersiedeln“ zu, für 48 Prozent kommt ein Wohnortwechsel nicht in Frage.
Das eigene Heim als Refugium
Während früher die eigenen vier Wände stärker als Prestigeobjekt und persönliche Visitenkarte fungierten, dienen sie heute immer mehr als Refugium. Bretschneider: „Das Thema Wohnen spiegelt die komplexen gesellschaftlichen Veränderungen wider. Die eigenen vier Wände erlangen als geschützter Bereich immer mehr an Wert, da der Druck in der Arbeitswelt zunimmt. Die Menschen brauchen einen Platz, wo sie sich zurückziehen.
Eigentum schafft Souveränität und ist eine Form der Altersvorsorge
Ein wesentlicher Grund, weshalb sich die Befragten nach Eigentum sehnen, sind die freien Gestaltungsmöglichkeiten. Je nach Lebensphase soll das eigene Domizil an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst und entsprechend umgebaut werden können. Zunehmende Bedeutung gewinnt das Eigentum auch als Geldanlage und Alters-vorsorge. Sehr oft wird mit dem Eigenheim auch bereits die nächste Generation abgesichert. So ist es für 52 Prozent der ländlichen Bevölkerung ein wichtiger Grund, Eigentum aufzubauen, um etwas an die Nachkommen weitergeben zu können.
Energiesparendes Wohnen steht hoch im Kurs
Angesichts der stetig wachsenden Energiepreise gewinnen modernes Bauen und thermisches Sanieren immer mehr an Bedeutung. Bauliche Energiesparmaßnahmen sind bei der Wohnungswahl für 76 Prozent der Befragten sehr wichtig. Nur ein Prozent gibt an, dass ihnen dieser Faktor nicht so wichtig ist. Besonders hoch im Kurs stehen energiesparende Ausführungen von Wohnraum bei älteren Menschen: Für 80 Prozent und mehr aller Befragten über 60 Jahre ist der Faktor „Energiesparen“ extrem wichtig.
Rückfragehinweis:
Sonja Hochreiter, E-Mail: sonja.hochreiter@raibau.at
Raiffeisen Bausparkasse
Wiedner Hauptstraße 94
1050 Wien
Tel: 01/546 46-1420
Fax: 01/546 46-2359
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