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- Österreicher wollen sich auch im Alter ihre vertraute Lebenswelt erhalten
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nur zwei von zehn passen die Wohnsituation rechtzeitig an die geänderten Bedürfnisse an
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Umbau beliebter als Umzug
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Transferleistung an Nachkommen nimmt ab
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nur ein Viertel sorgt für spätere Pflegemaßnahmen finanziell vor
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Die Österreicher wollen sich auch im Alter nicht von ihren eigenen vier Wänden trennen. Neun von zehn möchten ihre späten Jahre eigenständig und selbstbestimmt im trauten Heim verbringen. Trotz dieses Wunsches, setzt sich nur eine Minderheit der Generation 50 plus ausreichend mit dem Thema altersgerechtes Wohnen auseinander und trifft rechtzeitig entsprechende Vorsorgemaßnahmen. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie „Generation 50 plus: Wohnen und Pflege im Alter“ der Raiffeisen Bausparkasse, die vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Fessel-GfK durchgeführt wurde. So planen 81 Prozent derzeit nicht, ihre Wohnsituation an das Alter anzupassen, 79 Prozent der Befragten haben auch noch keine Maßnahmen ergriffen. Lediglich 14 Prozent der Studienteilnehmer haben bislang ihre Wohnung altersgerecht umgebaut. Weitere sechs Prozent planen in den nächsten Jahren das Heim an die geänderten Bedürfnisse anzupassen.
Dr. Erich Rainbacher, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse: „Wer sein Leben in den eigenen vier Wänden auch im Alter in vollen Zügen genießen will, der sollte allerdings rechtzeitig seine Wohnsituation überprüfen und bauliche Adaptierungsarbeiten vornehmen. Denn nur eine schwindend kleine Anzahl der Wohneinheiten in Österreich ist barrierefrei gebaut und taugt tatsächlich als Alterswohnsitz. Die Schere zwischen der tatsächlichen Wohnsituation und den Wohnbedürfnissen im Alter klafft weit auseinander. Manchmal genügen schon kleine Veränderungen, um nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Lebensqualität im Alter wesentlich zu steigern.“
Vorbauen fürs Alter
Gerade bei nachlassender Körperkraft und eingeschränkter Mobilität rücken die eigenen vier Wände immer mehr in den Mittelpunkt des Lebens. Barrierefreies Wohnen im vertrauten Umfeld ist eine ausschlaggebende Voraussetzung für ein aktives und selbstständiges Leben. Dennoch sieht die Generation 50 plus kaum Handlungsbedarf, wie die aktuelle Untersuchung zeigt. Rainbacher: „Wir wollen das Bewusstsein dafür schärfen, dass anlässlich Modernisierungsarbeiten neben energiesparenden und ästhetischen Überlegungen insbesondere auch auf das barrierefreie Wohnen geachtet werden soll. Im Zuge der fälligen Renovierungsarbeiten können diese mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand realisiert werden, ersparen damit weitere Adaptierungen, wenn man gebrechlicher wird, und ermöglichen ein selbstständiges, sicheres Leben bis ins hohe Alter.“
Bei Umbauarbeiten wird kaum auf Barrierefreiheit geachtet
Wie die Studie der Raiffeisen Bausparkasse zeigt, konzentrieren sich die Umbauarbeiten in erster Linie auf Bad und WC, die allerdings auch als Gefahrenquelle Nummer Eins gelten. An zweiter Stelle rangiert das Verlegen von neuen Böden gefolgt von der Anschaffung neuer Möbel. Typisch altersspezifische Adaptierungsarbeiten wie etwa die Montage von Hilfsgriffen, das Entfernen von Türschwellen, die Installation von neuen Lichtquellen und der Einbau eines Aufzugs oder Treppenlifts spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle.
Rainbacher: „Nicht immer decken sich die Umbauarbeiten mit den tatsächlichen Anforderungen an die Wohnung im Alter. Stolperfallen und Ausstattungsmängel sind bei den über 60-Jährigen der häufigste Grund, dass es zu Stürzen im eigenen Haushalt kommt, die schlimm ausgehen können. Eine barrierefreie Wohnung ist ein wichtiger Beitrag zu einem sicheren Leben.“
Umzug – Nein danke!
Wenig populär bei der Generation 50 plus ist hingegen der Umzug. Nur fünf Prozent der Befragten haben bisher ihr trautes Heim aufgegeben, zwölf Prozent ziehen diese Lösung in Erwägung. Dabei wird der Umzug in ein Pensionistenheim oder in eine Seniorenresidenz bevorzugt. Drei Prozent haben sich bereits dort neu eingerichtet, acht Prozent planen diesen Schritt in den nächsten Jahren. Eine Wohnung, die der geänderten Lebenssituation besser entspricht, haben zwei Prozent bezogen, drei Prozent wollen sich in der nächsten Zeit um eine neue Bleibe kümmern.
In der Beliebtheit weit abgeschlagen ist die Übersiedelung zu Verwandten: Keiner der Studienteilnehmer hat bislang bei seiner Familie Unterschlupf gesucht, nur ein Prozent plant den Lebensmittelpunkt dorthin zu verlegen. Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer des Fessel-GfK Marktforschungsinstitutes: „Obwohl die räumliche Nähe zur Familie eine entscheidende Rolle beim Wohnen im Alter spielt, ist die traditionelle Wohnform mit mehreren Generationen unter einem Dach schon seit Jahrzehnten nicht mehr die erwünschte Wohnform. Dies hängt auch damit zusammen, dass viele im Alter nicht ihren Liebsten zur Last fallen wollen und deshalb Intimität auf Distanz bevorzugen.“
Sowohl leben als auch sparen
Ein Großteil der Generation 50 plus (73 Prozent) fühlt sich finanziell gut abgesichert, 80 Prozent unterstützen Kinder und Enkelkinder, 26 Prozent sagen, dass sie ihren Nachkommen keine finanzielle Unterstützung zukommen lassen. Vor drei Jahren waren es noch 92 Prozent, die ihrem Nachwuchs finanziell unter die Arme gegriffen haben. Bretschneider: „Die finanzielle Aufopferung für die Erben, wie sie bei der Wirtschaftswunder- und Nachkriegsgeneration durchaus üblich war, hat deutlich abgenommen und einem vernünftigen Hedonismus Platz gemacht. Noch immer leisten die Eltern und Großeltern Transferzahlungen an die Jungen, sie sind aber nicht mehr bereit, sich selbst nichts zu vergönnen, um alles vererben zu können. Diese Einstellung wird durchaus auch von den Jungen geteilt, die ihren Eltern ein schönes Leben in der Pension wünschen.“
Pflege wünscht man sich durch die Familie
Sollte einmal Pflege notwendig werden, nimmt man an, dass sich in erster Linie Kinder (49 Prozent) und Ehepartner (40 Prozent) dafür einsetzen werden, den Enkelkindern mutet man diese fordernde Aufgabe eher nicht zu (7 Prozent). Der Umzug in ein Seniorenheim ist nur für jeden fünften Befragten eine denkbare Alternative. Als belastend empfindet man in einem solchen Fall, die Abhängigkeit von anderen, jeder dritte nennt in diesem Zusammenhang auch die Finanzierung der Pflege, so machen sich 36 Prozent Sorge, diese nicht finanzieren zu können. Trotz dieser Ängste sorgt ein Großteil der Bevölkerungsgruppe 50 plus (55 Prozent) nicht explizit für spätere Pflegemaßnahmen vor, ein Viertel gibt an, durchschnittlich 148 Euro im Monat dafür zur Seite zu legen, 22 Prozent machen dazu keine Angaben.
Broschüre „Selbstständig im späteren Leben“
Um die Bewusstseinsbildung für dieses wichtige Thema zu forcieren, hat die Raiffeisen Bausparkasse die Broschüre „Selbstständig im späteren Leben“ aufgelegt, die kostenlos in den Raiffeisenbanken erhältlich ist. Darin geben Fachleute aus Medizin, Soziologie, Architektur und Ergotherapie praktische Tipps zum Wohnen im Alter, eine Checkliste zum barrierefreien Wohnen sowie Adressen mit öffentlichen und karitativen Einrichtungen runden das Informationsangebot ab.
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| Auftraggeber: |
Raiffeisen Bausparkasse |
| durchgeführt von: |
Fessel-GfK, Institut für Marktforschung |
| Grundgesamtheit: |
Österreichische Bevölkerung ab 50 Jahren |
| Befragungsgebiet: |
österreichweit |
| Sampling Methode: |
Quota |
| Tabellenbasis: |
1.000 persönliche Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 50 |
| Befragungszeitraum: |
13.1. - 10.2.2006 |
Rückfragehinweis:
Sonja Hochreiter, E-Mail: sonja.hochreiter@raibau.at
Raiffeisen Bausparkasse
Wiedner Hauptstraße 94
1050 Wien
Tel: 01/546 46-1420
Fax: 01/546 46-2359
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