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Angesichts der Lage auf den Finanzmärkten sind viele Sparer und Anleger verunsichert. Wie sicher sind heutzutage noch die Ersparnisse? Lesen Sie die Antworten auf diese und weitere Fragen. |
Wie sicher sind meine Ersparnisse?
Auch wenn die Lage auf den internationalen Finanzmärkten derzeit turbulent ist, so gibt es eine eindeutige Antwort: Ihre Ersparnisse sind in Österreich zu 100 Prozent sicher. Die heimischen Geldinstitute sind von den direkten Auswirkungen der so genannten Subprime-Krise (Vergabe minderwertige US-Immobilienkredite) praktisch nicht betroffen. Die solide Geschäftspolitik der österreichischen Institute hat sich bezahlt gemacht.
Ganz besonders dicht ist das Sicherheitsnetz bei der Raiffeisen Bankengruppe geknüpft. In 140 Jahren hat noch kein einziger Raiffeisenkunde auch nur einen einzigen Cent seiner Spareinlagen bei Raiffeisen verloren. Die Raiffeisenbanken verfügen über ein nachhaltiges Geschäftsmodell und über ausreichend Liquidität. Die Raiffeisen Bankengruppe war Vorreiter bei der Absicherung der Kundeneinlagen.
Alle Raiffeisenbanken haben sich gemeinsam mit ihrer jeweiligen Raiffeisenlandesbank in Solidaritätsvereinen zusammengeschlossen. Dadurch wird im Fall des Falles sichergestellt, dass jede Raiffeisenbank, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, durch Sanierungsmaßnahmen des Solidaritätsvereines unterstützt wird.
Darüber hinaus sind die Raiffeisenbanken nicht nur Mitglied der gesetzlichen Einlagensicherung, sondern haben sich bereits vor Jahren zur Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich zusammengeschlossen. Damit hat Raiffeisen schon bisher bis zu 100 Prozent der Einlagen garantiert.
Welche Bedeutung hat das Maßnahmenpaket der Bundesregierung?
Nach der Staatsgarantie für die Einlagen von privaten Kunden am 7. Oktober hat die österreichische Bundesregierung am 14. Oktober ein Maßnahmenpaket im Ausmaß von 100 Mrd. Euro beschlossen. Es soll das solide heimische Bankensystem nachhaltig vor den Auswirkungen der globalen Finanzkrise schützen und das Vertrauen in den österreichischen Kapitalmarkt stärken:
- Besserer Zugang zu Liquidität: Durch die Übernahme einer Bundeshaftung für Zwischenbankeinlagen und Bankanleihen soll das Vertrauen auf dem Zwischenbankenmarkt gestärkt werden. Die Abwicklung wird über eine Clearingbank erfolgen.
- Maßnahmen zur Eigenkapital-Stärkung: Das "Finanzmarktsstabilitätsgesetz" ermöglicht es dem Bundesminister für Finanzen, den Banken zusätzliches Eigenkapital über Kapitalerhöhungen zuzuführen.
Dieses österreichische Paket ist vor dem Hintergrund einer konzertierten Aktion der Staaten des Euroraums und Großbritanniens zu sehen.
Was versteht man unter der gesetzlichen Einlagensicherung?
Rückwirkend ab 1. Oktober gibt es für die Einlagen auf privaten Konten und Sparbüchern eine Garantie in unbegrenztem Ausmaß. Bisher galt die gesetzliche Einlagensicherung für Einlagen bis zu 20.000 Euro. Die von den Bankenverbänden getragene Einlagensicherung wird auf 50.000 Euro erhöht, darüber hinaus gehende Summen werden mit Darlehen oder Anleihen gedeckt, für die der Staat haftet.
Sind über die Einlagensicherung nur Sparguthaben abgesichert?
Die Einlagensicherung gilt nicht nur für Sparbücher, Sparkarten, Festgelder und ähnliches, sondern auch für alle "normalen Konten" – also Gehalts-, Pensions- und Girokonten - und selbstverständlich auch für das Raiffeisen Online Sparen. Guthaben, die in Dollar oder einer Währung ausserhalb des EWR auf einem Spar- oder Girokonto bei einer inländischen Bank geführt werden, sind nicht von der Einlagensicherung abgedeckt, sehr wohl aber von der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft.
Gilt die Einlagensicherung auch für Fonds oder Anleihen?
Nein, die staatliche Einlagensicherung gilt hier nicht. Allerdings sind Anleihen durch die Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft im Ausmaß von bis zu 100 Prozent abgesichert.
Wie schaut es mit Investmentfonds aus?
Auch wenn Sie Ihr Geld in Investmentfonds investiert haben, können Sie beruhigt sein. Bei einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG) wie Raiffeisen Capital Management (RCM) sind die in Fondsanteile investierten Kundengelder abgesehen von Performance-Veränderungen absolut sicher – nicht zuletzt weil es stets im Eigentum der Fondsanleger verbleibt. Rechtlich gesehen stellen Investmentfonds nach dem österreichischen Investmentfondsgesetz ein Sondervermögen dar, das vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt werden muss. Falls es notwendig ist, könnten die Fondsanteile binnen weniger Tage an die Anleger zum aktuellen Anteilswert zurückgezahlt werden.
Bei Fonds, die auf illiquiden Märkten notieren, kann es jedoch passieren, dass zum Schutze der Anleger der Handel mit den Fondsanteilen vorübergehend eingestellt werden muss.
Gibt es einen Selbstbehalt bei der Einlagensicherung?
Natürlichen Personen als registrierten Einlegern wird kein Selbstbehalt abgezogen. Juristischen Personen (z.B. Unternehmen) werden zehn Prozent vom gesicherten Betrag als Selbstbehalt abgezogen. Die Einlagensicherung gilt darüber hinaus nicht für große Kapitalgesellschaften, Stiftungen oder etwa Öffentlich-Rechtliche Institutionen. Diese Einschränkungen gelten freilich nicht in der Raiffeisen-Kundgarantiegemeinschaft.
Gilt die Einlagensicherung auch für ausländische Banken?
Die Einlagensicherung gilt für alle Institute, die über eine österreichische Banklizenz verfügen. Auf der Homepage der österreichischen Einlagensicherung können Sie herausfinden, welche ausländischen Banken sich der österreichischen Einlagensicherung angeschlossen haben.
Sind Bausparguthaben ebenfalls abgesichert?
Auch Bausparguthaben sind durch die gesetzliche Einlagensicherung garantiert. Darüber hinaus ist Bausparen ganz besonders krisenresistent. Gerade in den vergangenen Monaten hat das Bausparsystem seine Krisensicherheit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die durch minderwertige US-Immobilienkredite ausgelöste Krise und deren Folgen auf den internationalen Finanzmärkten konnten dem Bausparen mit seinem geschlossenen Spar- und Finanzierungskreislauf nichts anhaben.
Wie ist die Situation bei Lebensversicherungen?
Bezüglich der Versicherungssumme müssen Sie sich keine Sorgen machen. Denn diese ist garantiert. Die Gewinnbeteiligung kann freilich unter den jüngsten Finanzmarktturbulenzen leiden. Allerdings: Alle Gewinnbeteiligungen, die bereits gutgeschrieben wurden, bleiben Ihnen erhalten.
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Haben Sie noch weitere Fragen oder ein ganz spezielles Anliegen? Wollen Sie angesichts der aktuellen Ereignisse Ihr Portfolio optimieren oder umschichten?
Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie Ihren Raiffeisenberater. Er wird mit Ihnen die für Sie maßgeschneiderte Anlagestrategie besprechen und Sie darüber beraten, wie Sie Ihr Geld sicher und ertragreich anlegen können.
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